Executive Coaching vs. Mentoring: Wann ist es für Führungskräfte besser?
Unter den Instrumenten, die zur Entwicklung von Führungskräften eingesetzt werden, werden Coaching und Mentoring häufig gemeinsam aufgeführt, obwohl sie auf grundlegend unterschiedlichen Logiken beruhen. Eine Verwechslung der beiden Ansätze ist nicht nur methodisch ungenau, sondern kann auch zu Fehlentscheidungen führen: Der Einsatz des falschen Instruments zur falschen Zeit kann dazu führen, dass die erwartete Entwicklung nicht erreicht wird.
Dieser Artikel soll Ihnen helfen als Führungskraft oder Entscheidungsträger, klar sehen, wann ein Coaching nötig ist, wann ein Mentoring - und wann keines von beidem ausreichend ist.
Eine schnelle Antwort für diejenigen, die sich entscheiden wollen
Das Führungskräfte-Coaching ist wirksam, wenn die Führungskraft ihre eigene Arbeitsweise, ihr Entscheidungsverhalten und ihre Führungswirkung in einem komplexen, unsicheren Umfeld verbessern will. A Mentoring einen echten Mehrwert, wenn konkrete Erfahrungen, Branchenkenntnisse oder bewährte Lösungen gefragt sind.
Beim Coaching liegt der Schwerpunkt auf dem Denken und der Übernahme von Verantwortung, beim Mentoring auf der Weitergabe von Erfahrungen. Die beiden Instrumente stehen nicht in Konkurrenz zueinander, aber sie sind auch nicht austauschbar.
Die Unterschiede zwischen Coaching und Mentoring, wie sie in der internationalen Literatur beschrieben werden
Das Der Unterschied zwischen Coaching und Mentoring wird in der internationalen Literatur immer wieder hervorgehoben: Während Coaching in erster Linie ein Instrument zur während sich das Mentoring auf die Weitergabe von Erfahrungswissen und bewährten Verfahren konzentriert. Diese Unterscheidung wird u. a. unterstützt durch Harvard Business Review und die MIT Sloan Management Review wird auch regelmäßig bei der Vorstellung von Modellen zur Entwicklung von Führungskräften verwendet.
Was ist Executive Coaching eigentlich?
Executive Coaching ist ein strukturierter Entwicklungsprozess, der sich auf die aktuellen Herausforderungen, Entscheidungssituationen und Abläufe der Führungskraft konzentriert. Die Rolle des Coaches besteht nicht darin, Ratschläge zu erteilen, sondern einen Rahmen zu schaffen, in dem die Führungskraft ihre eigene Situation, ihre Verantwortung und ihren Handlungsspielraum klarer erkennen kann.
Coaching wird besonders wichtig, wenn:
- es gibt keine eindeutige „richtige Antwort”,
- erscheinen mehrere widersprüchliche Erwartungen,
- die Auswirkungen der Entscheidungen des Managers spiegeln sich auch auf organisatorischer Ebene wider.
Coaching ist keine schnelle Lösung, sondern ein Instrument zur Entwicklung des Denkens. Es ist daher in Situationen wirksam, in denen die Führungskraft nicht nach einem Rezept, sondern nach besseren Entscheidungen sucht.
(Eine ausführlichere Darstellung des Führungskräfte-Coachings wird in einem eigenen Artikel behandelt).

Was ist Mentoring und wie unterscheidet es sich davon?
Mentoring ist eine erfahrungsbasierte Form der Entwicklung. Der Mentor ist eine Fachkraft, die den gleichen Weg wie der Mentee zurückgelegt hat und auf der Grundlage ihrer eigenen Erfahrungen, Entscheidungen und Fehler Orientierungshilfe bietet.
Merkmale des Mentorings:
- stärkerer Beratungscharakter,
- oft eine eher hierarchische Beziehung,
- eine längerfristige Beziehung,
- weniger strukturierte Rahmenbedingungen.
Beim Mentoring geht es oft nicht um die Frage, ob was ich über diese Situation denke, sondern dass wie es jemand anderes schon getan hat.
Coaching und Mentoring - grundlegende Unterschiede
| Ansichtspunkt | Coaching für Führungskräfte | Mentoring |
|---|---|---|
| Hauptziel | Entwicklung von Denken und Funktionieren | Übertragung von Erfahrungen |
| Kontakt | Partner, Peer | Häufig hierarchisch |
| Schwerpunkt | Gegenwart und Zukunft | Frühere Erfahrungen |
| Methode | Hinterfragen, Nachdenken | Beratung, Beispiele |
| Typische Frage | „Wie soll ich mich entscheiden?” | „Was hast du getan?” |
| Strukturiert | Hoch | Ändern von |
| Risiko | Langsameres Vorankommen für ungeduldige Fahrer | Erhalt veralteter Proben |
In welchen Führungssituationen funktioniert Coaching besser?
Executive Coaching ist besonders effektiv:
- neue Oberstufe (z. B. Mittelstufe → Oberstufe),
- in einer schnell wachsenden Organisation,
- beim Fahren hybrider oder asynchroner Teams,
- unter einer schweren Entscheidungslast,
- wenn die Führungskraft Rollenkonflikte erlebt.
In solchen Situationen besteht das Problem nicht in einem Mangel an Informationen, sondern in der Bewältigung der Komplexität.
Coaching in komplexen, unsicheren Umgebungen
Die Rolle des Coaching wird besonders in komplexen und sich schnell verändernden Umgebungen geschätzt, in denen sich Führungskräfte nicht auf bewährte Muster verlassen können. A McKinsey & Unternehmen und die Boston Consulting Gruppe (BCG) betont in mehreren seiner Managementanalysen, dass in solchen Situationen die Verbesserung der Qualität der Entscheidungsfindung wichtiger ist als die Verabschiedung konkreter Lösungen.
Wann ist Mentoring die bessere Wahl?
Sie sollten Mentoring in Anspruch nehmen, wenn:
- der Marktführer steigt in eine neue Branche ein,
- einen neuen Funktionsbereich übernimmt,
- ist dabei, einen konkreten Karriereschritt zu machen,
- Sie brauchen bewährte Muster.
Der größte Wert des Mentoring liegt in der Zeitersparnis: Sie müssen nicht alles neu erfinden.
Die Rolle des Mentoring beim Wissenstransfer
Die Wirksamkeit des Mentoring liegt vor allem im Wissenstransfer und im Erfahrungslernen. A Geprüftes Institut für Personal und Entwicklung (CIPD) und die Harvard Business Review hebt außerdem hervor, dass Mentoring eine schnellere Integration fördert, insbesondere bei neuen Aufgaben, Branchenwechseln oder Karriereübergängen.
Was passiert, wenn wir das falsche Werkzeug wählen?
Wenn Mentoring dort eingesetzt wird, wo Coaching erforderlich ist:
- der Marktführer kopiert externe Lösungen,
- keine eigene Entscheidungsfähigkeit entwickelt,
- kann süchtig machen.
Wenn Coaching dort ist, wo Mentoring sein sollte:
- Die Fortschritte werden langsam sein,
- Frustration erscheint,
- dem Anführer fehlt es an „konkreten Antworten”.
Wann ist das alles nicht genug?
Weder Coaching noch Mentoring können die folgenden Probleme lösen:
- unklare Organisationsstrukturen,
- widersprüchliche Zielsysteme,
- fehlende Entscheidungsbefugnisse,
- eine Lücke bei den Grundfertigkeiten.
Dies erfordert organisatorische Entwicklung, Ausbildung oder strukturelle Veränderungen.
Warum Coaching oder Mentoring auf systemischer Ebene nicht ausreicht
Die Grenzen der Instrumente zur Entwicklung von Führungskräften werden in mehreren internationalen Analysen hervorgehoben. A Gartner und die MIT Sloan Management Review dass Coaching und Mentoring allein nicht ausreichen, um Probleme zu lösen, die sich aus Organisationsstrukturen, Zielsystemen oder Entscheidungsstrukturen ergeben.
Gemeinsames Coaching und Mentoring: Wann ist es sinnvoll?
Bei ausgewachsenen Organismen können die beiden Instrumente kombiniert werden:
- Mentoring, um die Rolle und den Kontext zu verstehen,
- Coaching zur Entwicklung Ihrer eigenen Arbeitsweise.
Dies erfordert jedoch eine bewusste Planung, da sonst die Rollen durcheinander geraten.
Zusammenfassung
Coaching und Mentoring von Führungskräften befassen sich mit unterschiedlichen Problemen. Beim Coaching geht es um die Verbesserung des Denkens und der Entscheidungsfindung, während es beim Mentoring um die Vermittlung von Erfahrung und Orientierung geht. Wirksame Führungsentwicklung ist keine Frage der Methode, sondern des Situationsbewusstseins.











